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Patria

Das Prinzip patria in der KÖL Theresiana "Theresiana bekennt sich zu Österreich und seinen aus der Geschichte und Lage gewachsenen besonderen Aufgaben. Theresiana will ihre Mitglieder zu verantwortungsbewußten und weltoffenen Staatsbürgern erziehen und verlangt von ihnen eine auf sozialer Verantwortung begründete Liebe zu ihrem Vaterland in völkerverbindender Gesinnung.
"Für Theresiana hat Österreich weder im Jahr 1918 noch im Jahr 1945 begonnen, sondern wurde im Privilegium Minus grundgelegt. Dieser Tradition ist jedes Mitglied verpflichtet." Kernpunkt der landsmannschaftlichen Vaterlandsidee ist das Bewußtsein, daß Österreich weder 1918 noch 1945 zu existieren begonnen hat, sondern im Jahre 976 mit der Belehnung der Babenberger mit der damaligen Grenzmark grundgelegt und schließlich im Privilegium Minus manifestiert wurde. Österreich blickt somit auf ein über tausendjähriges Bestehen zurück. Ebenso wesentlich ist die Erkenntnis, daß in diesem Staat in jahrhundertelanger Geschichte Werte geschaffen wurden, die auch heute noch als bewahrens- und pflegenswert erkannt werden sollten. Wir verteidigen daher die große Vergangenheit sowie die kulturellen und politischen Leistungen Österreichs und würdigen die bedeutende Rolle des Hauses Österreich für seine Geschichte.
Besonders gilt es, die "österreichische Idee", die sich in vergangenen Jahrhunderten im Prinzip bewährt hat und zu deren völkerverbindenden Kraft wir uns bekennen, der Welt des 20. und 21. Jahrhunderts zu erhalten. Im Sinne dieser "österreichischen Idee" sollten die Völker Europas nationale Grenzen und Unterschiede überwinden, Einigendes über Trennendes stellen und so die Basis für gute Zusammenarbeit und Frieden schaffen.
Wir bekennen uns zu einem unabhängigen und freien Österreich und bejahen die Demokratie. Von unseren Mitgliedern verlangen wir die Liebe zum Land und Volk Österreich, auf dessen Heimatboden unsere Verbindung steht und wirkt. Wir schätzen unser Vaterland im Bewußtsein, daß es für unser Leben sehr viel bedeutet, indem es Werte wie Freiheit, Demokratie, Meinungsvielfalt usw. gewährleistet. Dadurch wird die Gestaltung unseres Lebens nach eigenen Wünschen und Zielvorstellungen erst möglich gemacht.
Unser Heimatbekenntnis verpflichtet uns weiters zum Schutz der Heimat vor fremder Gewalt und fordert daher den Willen zur Wehr gegen jede Vergewaltigung ihres kulturellen Erbes von innen und außen. Getragen wird unsere patriotische Geisteshaltung von einer völkerverbindenden Gesinnung, welche auf gegenseitiger Toleranz aufbaut. Als Tiroler Verbindung sollte uns das Bekenntnis zu einem geeinten Tirol ein besonderes Anliegen sein. Der Brenner hatte im Lauf der Jahrhunderte als niederster Alpenübergang stets eine Verbindungsfunktion zwischen Nord und Süd, bis ihm durch den Vertrag von St. Germain eine falsche Rolle zuteil wurde, nämlich jene einer trennenden Grenze, die ein historisch gewachsenes sowie politisch, kulturell und weitestgehend auch ethnisch homogenes Gebiet teilt.